Ein Liebespaar geht über die Grenze – die Erfahrung, ihre Heimat verlassen zu haben, erschüttert ihre enge Beziehung. Werden die Erfahrungen der Migration: der Verlust der Muttersprache, die Schuldgefühle gegangen zu sein, das Vermissen der heimischen Vertrautheit mit Licht und Schatten — ihre Liebe zerstören?
PRESSE:
“..Erneut ist dem F.A.C.E. Ensemble ein Glanzstück gelungen…”
Gemeinsam mit dem Advokat des Teufels, der Figur des Monsters Maldoror, scannen wir das Labyrinth der Seele eines verzweifelt Suchenden, der den unbedingten Willen zum Glück hat.
Wir sind im Uterus. Vorstellungen von Leere und Dunkel prägen diesen Ort, der sich wie ein Labyrinth verzweigt. Wir gehen tiefer. Wie eine mythische Gestalt, hat er sein Lager hier aufgeschlagen: Maldoror. Es gibt keinen Halt. Trotzdem kehren wir hierher zurück, immer wieder, mit allen unseren Ichs, um Maldoror zuzuhören. Seine Empörung über den Zustand der Welt ist bestialisch. Sie ist unsere verborgene Verzweiflung. Seine Sehnsucht Teil der Natur zu bleiben teilen wir mit ihm. Die Figuren, die er sich erschafft, sind Gedankenspiele: selbst die bösesten suchen mit uns den Sinn der Liebe. Bald sind wir mit ihm an dem Ort, wo alles angefangen hat: Am Ufer des Ozeans, um uns zu erinnern. Was Heimat war, wissen wir erst, nachdem wir sie verworfen haben.
SCHAUSPIEL Maximilian von Mühlen (als Maldoror) INSTALLATION Boshi Nawa | TANZ Lili Oksanen | TANZ Annika Hofgesang | GRAFIK Klaus A. Burth | PR Ines Langel | VIDEO Ivó Kovács | LAKEN-SKULPTUR Mike Kleinen | TECHNIK, BAUTEN Ulrich Krähling | TEXT Lautréamont Die Gesänge des Maldoror 1. Gesang | LICHT BÜHNENBILD REGIE Kristóf Szabó
PREMIERE: 5. Dezember 19 h | Aufführungen: 6. Dezember 19 h | 8. Dezember 15 h und 19 h.
DAUER: 1 Stunde
TICKETS: 12 € | ermäßigt 9 €
ORT: BARNES CROSSING – Freiraum für TanzPerformanceKunst im Kunstzentrum Wachsfabrik Industriestraße 170 Köln-Rodenkirchen | Kartenreservierungen: kristof-szabo@gmx.de
Gefördert von Stadt Köln Kulturamt
Unterstützt von Kulturpaten e.V.
Den Autor LAUTRÉAMONT neu entdecken
2024 feiern wir das 100-jährige Jubiläum des ersten Surrealismus-Manifests von André Breton, veröffentlicht im Jahre 1924. Als einen der großen Vorläufer der Traumwelten erschaffenden Bewegung nannte Breton den in Montevideo geborenen Lautréamont (eigentlich Isidore-Lucien Ducasse), der bereits im Alter von 23 Jahren in Paris 1870 gestorben war. Mit Die Gesänge des Maldoror, ins Deutsche übertragen von Ré Soupault, schuf er ein bespielloses Werk geistiger Kraft und heftigster Bilder der Sehnsucht.
Wir möchten Lautréamont außerhalb des Surrealismus als einen Visionär des Menschlichen neu entdecken – das Jubiläum 100 Jahre Surrealismus bietet einen guten Anlass.
Mit BORDERS.BIRDS ist das K. Szabó / F.A.C.E. Visual Performing Arts Ensemble den biologischen Grundlagen menschlicher Existenz auf der Spur.
Territorien markieren wir überall. Sie entsprießen den Weiten des Hirns; Vom Tellerrand bis zum Staat, vom Kosmos bis zum Reich Gottes und gefallener Engel.
Adrián Castelló und Erik Constantin tanzen im imaginären Raum, der Kultugeschichte zitiert. Der Maler der Kain-und Abel-Gemälde wird zum Komplizen des Choreografen.
Auch diesmal erschafft der Projection-Art-Künstler Ivó Kovács aus Budapest einzigartige Bilderwelten.
Die graphischen Projektionen, die er an alle Wände und auf den Boden projiziert, sind Erweiterungen eines in Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Sieger und Verlierer zerteilten Horizonts.
PROJECTION-ART Ivó Kovács | TANZ Adrián Castelló & Erik Constantin | TEXT Eugène Guillevic, Kristóf Szabó| LAYOUT Klaus A. Burth | SOCIAL MEDIA Julia Karl | AUDIO & FOTO-ART Mike Kleinen | PR Mechtild Tellmann Management | PRESSE-FOTOS Werner Meyer (MEYERORIGINALS) | ASSISTENZ Cynthia Oblas | BEWEGUNGSMATERIAL: Die Tänzer | KOSTÜM Adrián Castellí – Kristóf Szabó | KONZEPT, CHOREOGRAFIE-REGIE: Kristóf Szabó
“Es gibt genug Licht für die, die zu sehen verlangen, und genug Dunkelheit für die, welche eine gegenteilige Neigung haben.” Blaise Pascal
Tanztheater & Projection-Art über Krieg und Frieden, Mensch und Tier, über die leidenschaftliche Signatur des Menschen und seine fragwürdige Sieger-Natur.
The cross-border artist Kristóf Szabó from Cologne blows the categories of performing arts and has been nominated for the Dance- and the Theatre-Price of Cologne.
Territories we mark everywhere, from the edge of a plate to a state. The space, a painting alive, is pulsing with us.
“There are widths in the brain with enough light for all those, who want to see, and enough darkness for all those, who are desirous for darkness”. Blaise Pascal
They are accompanied again by the projection-artist Ivó Kovács from Budapest.
The graphic projections he projects on all 3 walls and the floor of the theatre space are paintings in motion, extensions of the horizon.
Dancetheatre & projection-Art about the keen signature of man, his questionable demonstrations to be a winner by nature.
PROJECTION-ART Ivó Kovács | DANCE Adrián Castelló & Erik Constantin | TEXT: Eugène Guillevic,Kristóf Szabó | LAYOUT Klaus A. Burth | SOCIAL MEDIA: Julia Karl | PR: Mechtild Tellmann Management| AUDIO & FOTO-ART: Mike Kleinen | DANCE MATERIAL: Adrián Castelló & Erik Constantin | COSTUME Adrián Castelló – Kristóf Szabó | ASSISTANCE Cynthia Oblas | CONCEPT, CHOREOGRAPHY, DIRECTED by Kristóf Szabó
Václav Havel PROTEST / Hayir – 20 & 21. Oktober 2017 20:00 Uhr BONN Eurotheater Central – Vanek sammelt Unterschriften: Der Musiker Javurek ist willkürlich verhaftet worden. Soll Stanek den Protest unterschreiben – und damit ihre gute Existenz aufs Spiel setzen? Mit dem türkischen Staatsapparat ist nicht zu spaßen. Javurek ist ihr Schwiegersohn… Ihre Tochter von ihm schwanger… Und vielleicht hat sie auf diese Gelegenheit gewartet, um endlich wieder auf das eigene Gewissen zu hören… (Dauer ca. 70 Minuten) Mit Thomas Krutmann und Ursula Wüsthof
“…Szabó impressively manage to give shape to this mystic thesis of unification through sound, light, video as well as variable stage design sculptures; because the single elements merge into an artistic form which embraces far more than the simple description “TheatreDance”. Over and over, we experience truly magical moments, never seen before on Cologne stages…”
Christina-Maria Purkert for AKT – monthly for theatre and dance Cologne, No. 29, January 2012
„…es gelingt dem Team um Szabó mit Klang, Licht, Video sowie variablen Bühnenbild-Skulpturen eindrücklich, dieser mystischen These der Einswerdung Gestalt zu verleihen. Denn die einzelnen Elemente verschmelzen zu einer künstlerischen Form, die weit mehr umspannt als die schlichte Selbstbezeichnung „Theatertanz“. Immer wieder gelingen wahrhaft magische, auf Kölner Bühnen nie gesehene Momente.“
Ch.-M. Purkert für AKT Jan. 2012
“L’équipe qui accompagne Szabó parvient à expliciter cette thèse mythique de l’unification au moyen de sons, lumières, vidéos ainsi qu’au moyen de décors et sculptures variées. En effet, les différents éléments se fondent en une forme artistique qui englobe bien plus que la simple auto-représentation de la «danse théâtrale». Encore et toujours sont représentés avec succès des moments véritablement magiqueset encore jamais vus sur la scène de Cologne.”
Ch. -M. Purkert dans AKT – magazine pour theatre et dance, janvier 2012.